Über Graspirin

Cannabis ist ein pflanzliches Schmerzmittel mit langer Tradition. Schon seit der Griechischen Antike wird es in Europa zur Schmerztherapie eingesetzt.

Was bisher geschah:

Fünf mutige Schmerzpatienten zogen im sogenannten „Homegrow-Prozess“ vor das Kölner Verwaltungsgericht. Die Fünf stritten für die Erlaubnis Cannabis zu Therapiezwecken zu Hause anzubauen.
Am 22. Juli 2014 kam das Urteil: Drei Kläger bekamen Recht, der Vierte hatte in den Augen der Richter noch nicht genug Arzneimittel ausprobiert, beim Fünften scheiterte es an einer zu kleinen Wohnung.
Ein anderer Fall: Ein ausdauernder Schmerzpatient kämpft seit 16 Jahren für die Erlaubnis Cannabis selbst anzubauen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig belohnte am 6. April 2016 seinen scheinbar endlosen Kampf mit den Instanzen und entschied, dass sein Eigenanbau von Cannabis zu therapeutischen Zwecken im öffentlichen Interesse liegt. Graspirin soll zur Unterstützung der Kläger und allen anderen Schmerzpatienten auch weiterhin dienen.

Graspirin zeigt Cannabis als das was es ist: Ein Arzneimittel.

Wir akzeptieren nicht, dass ein pflanzlicher Wirkstoff aus politischen Gründen immer noch diskriminiert wird. Deswegen holen wir Marihuana aus der dunklen Bahnhofsecke in den Medizinschrank, wo es hingehört. Eine sachliche Diskussion über Cannabis kann nur geführt werden, wenn es nicht als anrüchige, gesellschaftsschädliche Droge abgestempelt wird.
Graspirin soll die Wahrnehmung von Cannabis dauerhaft in der Gesellschaft verändern. Schmerzpatienten sollen nicht länger kriminalisiert und strafrechtlich verfolgt werden. Die Realität sieht trotz eines vorliegenden Gesetzentwurfs der Bundesregierung anders aus:
Politik und Behörden versuchen den Eigenanbau zu verhindern. Es läge jetzt in der Verantwortung der Bundesregierung, die offizielle Erlaubnis zum Homegrowing zu erteilen. Doch die Behörde, die dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) unterstellt ist, hat zunächst Revision gegen das Kölner Urteil eingelegt, welches vermutlich aufgrund des Leipziger Urteilsspruchs, zwar ein gutes Ende nehmen wird. Die grundsätzliche Erlaubnis, Cannabis zu Hause anzubauen, um die Therapie kostengünstig zu vollziehen, bleibt aber vorerst aus. Die Verhinderungstaktik ist offensichtlich. Deshalb wollen wir mit Graspirin weiterhin Druck auf die Politik ausüben, um den Eigenanbau auch auf gesetzliche Beine stellen zu können.