Günter und der Homegrow-Prozess

Unser Hanfpirat Lukas Lamla besuchte Günter in seiner Heimatstadt Würzburg

Günter Weiglein ist einer der drei erfolgreichen Kläger im Kölner Homegrow-Prozess. Theoretisch darf er jetzt legal Cannabis zu Hause anbauen. Das Gericht gab ihm Recht – nach einem vier jährigen Prozess.

Es sind Einzelpersonen wie Günter, die diese überfällige Debatte in der Gesellschaft anfeuern. Denn die Politik hüllt sich in Schweigen.

Seit Jahrzehnten lassen Politiker auf den Regierungsbänken zu, dass Bürger ihr Recht auf Schmerzmittel in zähen, jahrelangen Verfahren erkämpfen müssen. Sie nehmen in Kauf, dass Schmerzpatienten keinen Zugang zu Cannabis bekommen und kriminalisiert werden.
Auch Günter muss sich strafbar machen, um an sein Schmerzmittel zu gelangen. Die Cannabis-Präparate aus der Apotheke sind zu teuer, die Krankenkasse zahlt nicht.
Seit einem Motorradunfall ist der Würzburger chronischer Schmerzpatient. Sämtliche zugelassene Medikamente zeigten bei ihm keine Wirkung. Günter ist auf das Heilmittel Cannabis angewiesen.
Günter Weigleins Krankenakte ist dabei kein Einzelfall. Die Wirkung der Pflanze wird nicht nur in der Schmerztherapie eingesetzt, sondern auch bei multipler Sklerose, dem Tourette-Syndrom und während einer Chemotherapie. Geschätzte hunderttausend Patienten in Nordrhein-Westfalen und Deutschland würden von einer Änderung des Betäubungsmittelgesetzes profitieren. Stattdessen bevormundet die aktuelle Verbotspolitik die Patienten, schreibt vor, welche Medizin erlaubt ist und für welche sie strafrechtlich verfolgt werden. Das ist irrwitzig. Das wollen wir beenden.

Cannabis ist auch Medizin und soll als solche anerkannt werden.

Interview mit Günter

In diesem Video erzählt Günter seine Cannabis-Geschichte. Außerdem bewertet er den Kölner Homegrow-Prozess und spricht in klaren Worten über das Versagen der Politik.

Es gibt Neuigkeiten von Günter und dem Homegrow-Prozess

In diesem Video bewertet Günter die Revisionsbegründung der Bundesopiumstelle.